Klütensuppe


Heut bin ich einwenig in kulinarischen Kindheitserinnerungen geschwelgt. Soll heißen ich hab' Klütensuppe gekocht. Ober besser gesagt, habe ich gestern Abend gekocht, möglichst spät. So kommt man nicht auf die Idee ausgiebig zu kosten. Denn richtig toll ist die Suppe erst, wenn die Klüten sich ordentlich mit Saft vollgesogen haben.

Klüten sind Teigbatzen, die in einer Suppe aus Fruchtsaft und Beeren gekocht werden. Die Klüten bestehen aus:

4 Eiern
je Ei zwei große gehäufte Löffel Mehl
einer Prise Salz und
etwas Backpulver

Das Ganze verrühren bis es eine zähe aber noch recht feuchte Masse ergibt. Je nach Bedarf Mehl oder Wasser nachgeben. Der Teig wird dann mit Löffeln zerpflückt und in kleinen Klumpen in die kochende Suppe geworfen. Vorsicht, rote Spritzer! Das ganze dann noch eine Viertelstunde lang kochen.

Für die Fruchtsuppe wurde früher einfach das verwendet, was grad Reifezeit hatte. Also Johannis- und Himbeeren, Kirschen, Heidel- und Brombeeren, eine meiner Großtanten tut auch Rabarber rein. In Ermangelung eines Gartens verwende ich meist eine Beerenmischung aus der Tiefkühltheke und ein Glas Sauerkirschen. Einmal habe ich mit Freundinnen gekocht, da sind auch Dosenmandarinen drin gelandet - interessant, aber nicht unbedingt empfehlenswert.

Den Grundstock für die Flüssigkeit  bilden Kirsch- und Traubensaft (je 1 Liter). Je nach Geschmack zuckern.

Die Suppe kann warm oder kalt gegessen werden, kalt schmeckt's besser.

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