Brettchenweben

Bereits schon vor langer Zeit - so zwei oder drei Jahren - wollte ich mal Brettchenweben ausprobieren. Bei Flinkhand finden sich dazu umfangreiche Grundlagen, Anleitungen und Anfängertipps. Zum Beispiel dass man sich zum Ausprobieren erstmal Brettchen aus einem alten Kartenspiel machen kann. Gesagt, getan. Mit weißem und grünem Häkelgarn ein Einzugsmuster aufgefädelt - man brauch 'ne Menge Meter Garn um einen Meter Borte rauszukriegen - das Ganze ans Regal gebunden und losgedreht.

Eigentlich sind Einzugmuster ja ganz einfach, weil man alle Brettchen gleichzeitig in die gleiche Richtung dreht - eigentlich - Ich habe einfach nicht auf den Zeiger gekriegt in welche Richtung ich gerade gedreht habe und welche jetzt dran ist. Deswegen sind bei mir auch keine Rauten rausgekommen sondern was komisches anderes. Um dieses einmal kreierte Muster beizubehalten war dann später vor- und zurückfädeln angesagt um so was wie Einheitlichkeit zu erreichen. Dementsprechend unterschiedlich ist die Spannung des Schußfadens. Nach so 30 Zentimeter habe ich aufgegeben und das Ding hing sehr lange unbeachtet am Regal.

Vor ein paar Wochen habe ich es dann endlich mal zum Abschluss gebracht. In Halbtrance, voll auf das Webstück fokussiert, ging es auch ganz flott nach vorn. Jetzt hab ich etwa anderthalb Meter schlechtgewebte Borte und die Gewissheit das Brettchenweben nix für mich ist.

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