Diamantohrringe mal anders

Wer sich beim Lesen meines Portfolios gefragt hat, was eigentlich Nanosturkturwissenschaften sind, dem sei hier ein kleiner Einblick in mein Tagwerk gewährt: Ich bin Doktorand und arbeite mit künstlichen Diamantschichten, genauer: UNCD - ultrananokristalline Diamanten. Die Kristalle sind also so klein, dass man sie mit bloßem Auge und auch den meisten Mikroskopen nicht erkennen kann.
Während der Herstellung wächst die Schicht ungleichmäßig schnell. Dadurch bilden sich kreisförmige Regenbogenmuster oder Newtonsche Ringe. Außerdem entsteht etwas amorpher Kohlenstoff (vulgo: Kohle) der die Schichten grau erscheinen lässt.


Wafer wie dieser werden für verschiedene Experimente in kleine Stücke gebrochen, die danach meist nicht wiederverwendet werden können. Die würden dann im Müll landen. Meine Meinung nach gibt es jedoch bessere Verwendungsmöglichkeiten.


Gefasst mit RAW lassen sich daraus noch Schmuckstücke machen. Wie diese Ohrringe mit etwa 2 Nanokarat.

1 Kommentar:

  1. Wooaaaah, wie cool ist das denn!! Ich bin völlig begeistert, da lohnt es sich ja richtig als Doktorand, wenn man mit so spannenden Materialien arbeitet. Ich glaube, ich sollte ich eine Richtung gehen, bei der auch irgendetwas schmucktaugliches abfällt. Weniger Organik, mehr Keramik oder so... :D
    Eine tolle Umsetzung von Diamantschmuck!
    Nanokarätige Grüße,
    Lici

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