Schiffchen & Nadel - Verschiedene Occhi-Techniken

Kommen wir nun zum praktischen Teil: Wie funktioniert Occhi?

Darauf gibt es keine einfache Antwort. Bereits während der Geschichtsstunde dürfte klar geworden sein, dass es nicht das eine Occhi gibt. Optisch unterscheiden sie sich zwar kaum, doch gibt es mehrere grundverschiedene Techniken. Am bekanntesten sind Schiffchen- und Nadelocchi.

Schiffchenspitze

Die Schiffchenarbeit ist die älteste Technik. Dabei dient das Schiffchen vorrangig als handliche Garnrolle. Dank der Form rollt sich das Garn auch nicht versehentlich selbst ab. Manche Schiffchen haben an einer Seite eine Spitze. Ein kleines Helferlein damit man keine extra Nadel braucht zum Anschlingen oder Fehlerkorrektur.

Wie die Schiffchentechnik genau funktioniert könnt ihr in der Anleitung von Splendor Solis erfahren. Knackpunkt der Technik ist das Überspringen des Knotens zwischen Schiffchen- und Ringfaden. Dies stellt für die meisten Schüler nicht nur die größte Hürde dar, sondern es knackt tatsächlich!

Nadelocchi

Beim needle tatting kommt man darum herum. Wie in der Anleitung von TotusMel gezeigt, werden die Knoten um eine lange Nadel gelegt. Am Ende eines Elements kann die Nadel herausgezogen werden und nimmt dabei den Kernfaden mit. Einfach und schnell.

Darin liegt auch der große Vorteil des Nadelocchi: Es ist nicht nur schnell zu lernen sondern man sieht auch schnell Erfolge. Mit dem Schiffchen habe ich Stunden gebraucht eine Arbeitsroutine zu etablieren. Und selbst jetzt bin ich mit der Nadel doppelt so schnell.

Warum sich also mit dem Schiffchen abmühen?
  • Schiffchenarbeit ist stabiler als Nadelocchi und hat mehr Stand.
  • Für sehr feine Spitze kommt man nicht um das Schiffchen herum. So dünne Nadeln findet man nirgends.
  • Kreatives Occhi funktioniert auf der Nadel nicht.

Kreatives Occhi

Diese Variante der Schiffchenarbeit kommt aus Deutschland. Es wurde 1987 von Helma Siepmann entwickelt.

Hier ist es gewollt, dass der Knoten manchmal nicht überspringt. Während klassisches Occhi nur den Doppelknoten kennt, verwendet das kreative mindestens drei Knotenarten. Beliebte Motive sind Blumen und Bäume. Aufgezogen auf Leinwand können aber auch surrealistische Bilder entstehen.


Crotat

Zu guter Letzt sei das Häkelocchi genannt - oder Crotat. Vom Englischen crochet tatting. Das Prinzip ist ähnlich dem Nadelocchi nur zieht man den Faden am Haken durch die Knoten. Wem die historische Anleitung aus dem Harpers Bazar zu kurz ist, kann sich im Rainbow Valley umsehen. Dort ist auch gezeigt wie man ein Crotat-Nadel selbst macht.

Moderne Häkelnadeln sind dafür nämlich nicht geeignet. Oft ist der Schaft zehnmal dicker als das Garn. Oder man bleibt beim Durchziehen permanent hängen. Schlimmstenfalls zerfriemelt alles. Mit dem beschnitzten Schaschlikspieß lief es bei mir hingegen bestens.

Ornament

Damit sollten die wichtigsten Occhi-Techniken abgedeckt sein. Also sucht euch eine aus und legt los!

Ich habe alle ausprobiert und bin euch bei Fragen gern behilflich.

1 Kommentar:

  1. Huhu, danke für deinen Kommentar. :)
    Ehrlich gesagt weiß ich das garnicht da der Schädel nicht von mir gefunden würde aber ich schätze mal was Schaf oder Ziegenmässiges auf die anderen Tiere im Park würde es nicht passen :o

    Liebe Grüße :)

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