Blog zum Sonntag | Nischen und Tellerränder

Im Laufe der Zeit habe ich mich viel mit dem Bloggen an sich beschäftigt. Lese die Blogs von Leuten, die anderen das Bloggen beibringen. Und höre immer wieder:

____________________
Viele Blogs wollen zu große Themengebiete abdecken. Man sollte sich aber lieber auf ein engeres Themenfeld beschränken.
Peer Wardinger - Blogprojekt

____________________
Du stehst mit deinem Blog in der Regel für ein Thema, für eine Nische. Wenn du aus dieser Nische ausbrichst, dann verwirrst du deine Leser und verscheuchst sie.
Walter Epp - Affenblog
____________________

Dann kuck ich mir meinen Blog an und denke: Ach rutscht mir doch den Buckel runter!

Im Studium hieß es uns Nanostrukturwissenschaftler - kurz Nanos:

Ihr könnt Alles, aber Nichts richtig.


Und es ist wirklich so!
Es hat seine Gründe, dass ich mich für einen interdisziplinären Studiengang entschieden habe. Denn um ein Fachgebiet vollständig und in allen Details zu durchdringen fehlt mir einfach das Durchhaltevermögen und die Motivation. Zudem bin ich oft schlichtweg zu faul.

Und genauso verhält es sich mit meinen Hobbies. Ich lerne gern weitere Techniken und orientiere mich neu. Probiere Sachen aus, die ich schon immer mal machen wollte. Aber so ganz in die Tiefe gehen und jeden Fachbegriff kennen? - Nein, danke!

So war es mit Occhi und Soutache. Mit Fimo, das ich allerdings recht bald wieder aufgab. Mit meinem Steampunk-Faun. Mit dem Hessencourrier.

Von den Erfolgen in erstgenannten kann man sich auf dem Blog vergewissern. In Richtung Fantasy oder Cosplay bin ich momentan wieder am Werkeln. Ich kann Bahnschwellen einschrauben und weiß wie man Spurweitenanpassungen durchführt. Welche die richtige Spurweite ist, kann ich mir allerdings nicht merken - mit Zahlen hab ich’s nicht so.

Der Kern der Sache


Zwei Dinge gibt es allerdings denen ich seit Beginn des Blogs treu geblieben bin: Die Perlen und der Steampunk.

Zugegeben reine Perlenarbeiten sind dieses Jahr auf der Strecke geblieben. Da ist der Hessencourrier Schuld. Aber auch Occhi zähle ich zur Perlenkunst. Und das ist eine Technik, die ich schon seit einigen Jahren lernen wollte. Diesen Wunsch habe ich mir erfüllt.

Und Steampunk? Nun der ist an sich schon so vielfältig, dass ein enger Fokus nur den Blick auf’s Wesentliche versperrt.

Das Fähigkeitsspektrum, das sich im Steampunk anwenden lässt, ist praktisch unbegrenzt. Nähen, Elektronik, Leder-, Metall- und Holzarbeiten, der große Komplex der Schmuckherstellung, Malerei, Photographie, Programmieren und zig Sachen, die mir gerade nicht einfallen.

Über den Tellerrand zu schauen und die Grenzen seiner eigenen Fähig- und Fertigkeiten zu erweitern, ist also ein quasi essenzieller Aspekt des Steampunk.

Natürlich gibt es immer wieder Berührungspunkte zwischen beidem, schließlich trage ich den Schmuck, den ich herstelle, fast ausschließlich zu Steampunk-Anlässen.

~ - ~

Lange Rede, kurzer Sinn: Um meine Nische, meinen Claim besser abzustecken und sichtbarer zu machen, habe ich die Labels in der Sidebar überarbeitet und aufgespalten.

Wer sich eher für Schmuck interessiert, wird im unteren Teil fündig. Steampunks im oberen Teil.

Also viel Spaß beim Stöbern!
Und wenn sich einer von euch daraufhin entschließt eine neue Technik zu lernen umso besser.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen