{Tutorial} Falten am laufenden Band - Plissierbrett im Einsatz

Im letzten Post hab ich euch gezeigt wie man ein Plissierbrett selbst macht. Heute geht’s ans Falten. Denn obwohl es dank des Plissierbrettes wesentlich schneller geht, gibt es noch ein paar Tipps und Tricks zu beachten.

Material

  • der Stoff, maximal so breit dein Plissierbrett, fertig gesäumt und gebügel,
  • Bügelbrett und Bügeleisen - irgendwie klar, oder?
  • Stecknadeln
  • zwei kleine Pappen, mindestens zehn Zentimeter lang und etwa so breit wie der Stoff
  • Reihgarn und Nadel

An die Falten, fertig! Los!

Für einen optimalen Arbeitsablauf ordne ich als Rechtshänder alles folgendermaßen auf dem Bügelbrett an. Von links:
  • Stapel mit dem Stoffstreifen, so gefaltet, dass man den Stoff Stück für Stück herunterziehen kann,
  • Plissierbrett mit dem Strich von links nach rechts, mit Stecknadeln gegen Wegrutschen gesichert.
  • genügend Platz für die fertigen Falten
  • ganz Rechts das Bügeleisen
Blick über's Bügeleisen | DIY-Plissierbrett im Einsatz | www.zeitunschaerfe.de

Den Stoffstreifen locker über das Plissierbrett legen. Ich lasse den Streifen gern etwas überstehen. Dann lässt er sich besser festhalten und später verarbeiten.

Falte stecken | DIY-Plissierbrett im Einsatz | www.zeitunschaerfe.de

Jetzt kommt die erste der kleinen Pappen zum Einsatz. Damit schiebt man dan Stoff bis zum Anschlag in die Kartonfalte des Plissierbrettes hinein. Mit links den Stoffstreifen vorsichtig glatt streichen, dass er an der Bergfalte anliegt, und die Falte bügeln. Dabei aufpassen, dass nicht zu viel Zug auf den Stoff kommt. Die kleine Pappe würde dann heraus rutschen und die Talfalte nicht tief genug.

Viola, die erste Falte!

Falte bügeln | DIY-Plissierbrett im Einsatz | www.zeitunschaerfe.de

Die kleine Pappe bleibt stecken und sichert die fertige Falte. Mit der zweiten Pappe nun wieder den Stoff in die nächste Talfalte schieben. Dabei aufpassen, dass die erste Pappe nicht herausrutscht. Am besten mehr als ausreichend Stoff vom Stapel über das Plissierbrett ziehen, dass gar keine Spannung entstehen kann. Glattstreichen und Bügeln.

So geht es jetzt immer weiter bis zum Ende des Plissierbrettes. Die kleinen Pappen machen dabei Bockspringen. Immer die hintere Pappe für die nächste Falte nutzen.

Fortschritt | DIY-Plissierbrett im Einsatz | www.zeitunschaerfe.de

Das Brett ist voll

Zum Schluss bügle ich nochmal über alles drüber. Immer so drei, vier Falten auf einmal. Dann heißt es sich in Geduld üben und alles gut auskühlen lassen. Gerade bei halsstarrigen Stoffen, die Falten eher schwer annehmen, ist das wichtig, damit die Falten lange halten. Für noch schärfere Falten kann man den Stoff mit Wasser besprühen und überbügeln. 

Wenn der Stoff kalt ist, kann man ihn aus dem Plissierbrett lösen. Damit die Falten bei der Weiterverarbeitung nicht aufgehen, hab ich sie an der Seite, die später vernäht wird, mit Reihgarn gesichert. Ein Stich direkt durch die Falte, damit sie nicht abhaut.

Ansatz und fertig gefalteter und gereihter Stoff | DIY-Plissierbrett im Einsatz | www.zeitunschaerfe.de

Dabei allerdings die letzte Falte aussparen. Die brauchen wir für den Ansatz an’s Plissierbrett. Diese fertige Stofffalte wird in die erste Falte des Plissierbrettes geschoben. Damit hat man ohne viel Rumgefriemel einen gleichmäßigen Übergang.

Das war’s auch schon. Viel Spaß beim Falten!

1 Kommentar:

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.